SynxsS Studio News #403 -Fleißiges Bienchen
Hallo Freunde und Fans!
Ich war natürlich auch in diesem Sommer wieder sehr fleißig, so einen „richtigen“ Urlaub gibt es bei uns ja eigentlich nicht.
Und bei dieser gnadenlosen Hitze mit an die 40°C war ich auch sehr gerne im kühlen Kellerstudio.

Viel Neues gibt es derzeit allerdings nicht zu berichten, denn die vergangenen Wochen waren vor allem von der eher unspektakulären, gleichwohl notwendigen Arbeit am Computer geprägt.
Im Hintergrund wurde weiter konzipiert, bearbeitet, organisiert und finalisiert – jene stille Phase künstlerischer Arbeit, in der sich verschiedene Projekte Schritt für Schritt zu ihrer endgültigen Form verdichten.
Fundament
Das Projekt „Fundament“ konnte inzwischen vollständig fertiggestellt werden.
Entgegen der ursprünglichen Planung, das Werk ausschließlich im musealen Kontext zu präsentieren, wurde die Entscheidung getroffen, es nun auch zum käuflichen Erwerb anzubieten.
In erster Linie an Fans, Freunde und Menschen, die sich für Demokratie und ihre gesellschaftlichen Grundlagen begeistern.
Die Resonanz auf diese Möglichkeit ist bemerkenswert: Die ersten beiden kleinen Auflagen sind bereits ausverkauft, eine dritte Auflage befindet sich derzeit in Arbeit.
Damit hat das Werk eine Entwicklung genommen, die über die ursprüngliche Ausstellungsidee hinausweist und zugleich eine unmittelbare Verbindung zwischen Kunstwerk, Publikum und öffentlichem Diskurs schafft.
Eine besondere Station war die Vorpremiere am 11. September 2026 im Rahmen von „Frankfurt meets Frankfurt“ in Frankfurt (Oder).
Die Präsentation verbindet auf besondere Weise zwei Städte gleichen Namens und eröffnet einen künstlerischen Dialog über Geschichte, Demokratie und die Frage, worauf eine Gesellschaft gebaut ist.
So wird „Fundament“ nicht allein als abgeschlossenes Werk sichtbar, sondern zunehmend auch als Ausgangspunkt für Begegnung, Erinnerung und Auseinandersetzung – und damit als ein künstlerischer Beitrag zu der Frage, welche Grundlagen eine Gesellschaft trägt und wie tragfähig diese Fundamente sein können.

The Early Tapes
„Großstadt Eremit“ – frühe Experimente mit elektronischem Klang.
Meine ersten Experimente begannen im Herbst 1969, zu einer Zeit, in der elektronische Musik von aufwendiger Studiotechnik geprägt war.
Ich hatte dagegen nur einfache Tonbandgeräte vom Sperrmüll und ein einfaches Theremin für meine Klangexperimente.
Der Track „Großstadt Eremit“ wurde im Februar 1970 aufgenommen und waren nie für eine Veröffentlichung gedacht.
Die alten Originalaufnahmen auf 18-cm-Tonbandspulen (in Stereo) sind nicht mehr vorhanden.
Ein Kassettenrecorder lief aber damals immer als Backup mit, von dem jetzt ein Track verwendet wurde.
Die Audiodateien wurden im August restauriert, geschnitten und gemastert.
Dabei ging es nicht darum, das historische Material klanglich zu modernisieren oder seine damalige Beschaffenheit zu verleugnen.

„Großstadt Eremit“ ist daher weniger ein fertiges Werk als vielmehr ein Dokument einer frühen musikalischen Suche.
Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Material überhaupt veröffentlichen sollte.
Die Sachen entstanden ohne künstlerische oder kommerzielle Ambitionen, sondern vor allem aus Neugier, Freude am Ausprobieren und dem Spaß an den Möglichkeiten, die sich mit den vorhandenen Geräten ergaben.
Diese Veröffentlichung auf YouTube versteht sich ausdrücklich als Dokumentation, ein Album ist nicht geplant.

Weitere Projekte sind ebenfalls bereits in Planung.
Eines davon trägt den Arbeitstitel „Rodgau Puls50“ – eine neue audiovisuelle Klangkunstinstallation anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stadt Rodgau.
Der Eröffnungstrack wurde bereits komponiert, eingespielt und aufgenommen.
Darüber hinaus ist bisher allerdings noch nicht viel passiert.
Das Projekt befindet sich momentan noch im Stand-by-Modus und wartet auf weitere Erkenntnisse und Entwicklungen, bevor die nächsten Schritte angegangen werden können.
Sobald sich hier etwas Neues ergibt, wird es natürlich weitere Informationen geben.
Und das nächste Album?
Ja – es ist bereits seit mehreren Monaten, mit kleineren Unterbrechungen, in Arbeit.
Die Veröffentlichung ist für das Frühjahr 2027 geplant. Noch in diesem Jahr wäre das zeitlich schlicht nicht mehr realistisch.
Aktuell sind 16 Tracks begonnen, dazu liegen rund 140 Minuten an Soundscapes und Sequenzen vor, die bereits halb fertig produziert sind.
Man könnte das Ganze natürlich theoretisch in zwei Tagen „mal eben“ abmischen und mastern. Aber das würde meinen eigenen Ansprüchen definitiv nicht gerecht werden.
Meine Detailverliebtheit bremst mich dabei zwar regelmäßig ein wenig aus.
Aber das Hören meiner Musik soll ja auch immer ein kleines Erlebnis sein und nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Klängen.
Das musikalische Grundthema steht bereits fest, ebenso der Name des Albums und ein erster Entwurf für das Cover.
Auch für die einzelnen Tracks habe ich bereits 19 Titel ausgearbeitet.
Welche davon letztendlich auf dem Album landen und welche Titel am besten zu den jeweiligen Stücken passen, wird sich im weiteren Produktionsprozess noch entscheiden.
Weitere Informationen gibt es allerdings erst kurz vor dem Release.
Denn der unkreative Kollege bedient sich ja bekanntlich ganz gerne mal an fremden Ideen.
Studio?
Hier gibt es nichts Neues zu berichten.
Mein bestelltes Monk Echo (Delay) von Mentha Works (Lettland) wird endlich in den nächsten 2-3 Wochen versendet.
Das hatte ich bereits im letzten Jahr bestellt und da warte ich nun schon sehr lange drauf.
Es gab mehrfache Verzögerungen wegen den Chips, die nicht immer lieferbar waren.
Keine Ahnung warum das so lange dauert, vielleicht (Spekulation) bauen sie die Käfer auch in Drohnen ein.



































