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          HAUPTMENÜ - ALIENS - PROJECT..

20 Jul 2024 16:39

SynxsS Studio News #393 -Zack – Zack!

Hallo Freunde und Fans!

Es sind schon wieder ganze 3 Monate seit meinem letzten Tagebucheintrag vergangen und es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Studiorückblick und was so alles geschah.
Natürlich war ich nicht untätig, ganz im Gegenteil, mir fehlte eigentlich nur die Zeit, um hier etwas zu schreiben.
Also los …

Rückblick:
Mitte Mai fand wieder das traditionelle Happy Knobbing Modularmeeting statt.
Und wie in jedem Jahr stellte ich mir erneut die Frage: „Was nehme ich an Equipment mit?“.
Da ich nur mit einem kleinen PKW anreisen wollte, habe ich mich für ein kompaktes, leichtes Set entschieden.

Koffersynthies sind da besonders praktisch, also wurden nur die beiden EMS Synthi Logik und ein kleiner Doepfer Darktime-Sequencer eingepackt.
Und bisserl Kleinkram: Volca Beats, KCP Sleepdrone 5, Moogerfooger Murf, Kaossilator, Meris LVX, Avalanche Run und den Yamaha Mixer. -thats all.

Vergessen hatte ich nur meinen Tuner und so konnte ich das Set in Fischbach nur grob nach Gefühl stimmen.
Besonders die Sleepdrone 5 ist da sehr kritisch, denn nur einen Millimeter zu weit gedreht und das Tuning driftet ins Uferlose ab.
Naja, war ja nur für den Spaß.

Wieder zu Hause angekommen, hab ich meine Synthies und Effekte direkt aus dem Koffer noch einmal schnell aufgebaut, sauber in Stimmung gebracht und das „Gedudel“ aufgenommen.
Und bevor jetzt Jemand meckert: Nein, das ist kein durchkomponierter Track, sondern „only for fun“ in 15 Minuten zusammengepatcht und direkt recorded.
Hört sich dann so an:

Ganze 14 Tage am Stück, nur mit der klassischen Hardware zu arbeiten ohne den Rechner einzuschalten, hat etwas Befreiendes.
Natürlich ist das auch Arbeit, ich empfinde es aber nicht so.
Im Studio wurde u. a. an neuen Sequenzen und Sounds für das nächste Album „Schwer | Metall“ gearbeitet.
Natürlich, wie sollte es anders sein, überwiegend mit analogen Synthesizern und Modularsystemen.

Studiobesuche gab es in den letzten Monaten auch so einige, hier beispielsweise im April mit Heinz aus München.

Die letzten Teile für das Album „Einskommafünf“ wurden Mai/Juni noch eingespielt und direkt in Stereo recorded.
Besondere Klänge benötigen aber auch ungewöhnliche Synthesizer, wie z. B. diesen wunderbaren Soma Enner:

Die Hauptsache für mich ist bei solchen Aufnahmen, das ich stets intuitiv und händisch arbeiten und frei nach Gefühl auf den Klang reagieren kann.
Direkt vom Ohr in die Fingerspitzen -auf begrenzende Computer und Midi kann ich da gerne verzichten.

Das eingesetzte Equipment war dabei überwiegend analog, wie beispielsweise der alte Minimoog (1976) und der Minimoog Voyager.
(Oooops -auch dieser wunderbare Synthesizer hat schon weit über 20 Jährchen auf dem Buckel, unglaublich)

Bei einem Track kam auch die SOMA Pipe zum Einsatz, das ist ein einzigartiges Instrument für die Stimme, mit einem ganz eigenem Charakter und Klangbild.

Für einen anderen Track wurde der JMT Noisy Mic 2 Synthesizer verwendet.
Er erzeugt ebenso sehr ungewöhnliche sprachbasierte Klänge wie die Pipe, ist aber ansonsten nicht zu vergleichen.

Es ist ein Stimmen- und Atemprozessor mit eher destruktiven Charakter.
Das Signal aus dem Mikrofon wird dort mit Oszillator, LFO mit einem Ringmodulator gemischt.
Um der verzerrten Stimme einem ambienten Touch zu verleihen, hat sich der Hologram Microcosm-FX gut bewährt.

Als die Arbeiten an den Werken soweit abgeschlossen waren, ging es noch an das Zusammenstellen und Mastern.
Es ist immer einige Tage Arbeit, bis ich mir ganz sicher bin, welche Tracks überhaupt den Weg auf das Album schaffen werden.
Genau so viel Überlegungen kostet es mich immer, jeden einzelnen Track an der optimalen Stelle zu positionieren.
Die Stücke müssen ja auch gut zueinander passen, denn das Album soll durchgängig an einem Stück hörbar sein.

Um möglichst die kompletten 74 Minuten Spielzeit auszunutzen, müssen meist mehrere Tracks etwas gekürzt werden, bis alles perfekt passt.
Viele Musiker produzieren ja ihre CD-Alben nur mit 45 Minuten Gesamtspielzeit, weil eine LP auch nicht länger ist.

Das Ergebnis macht auch optisch viel her und kommt gut an, besonders die gelben Trays sind etwas ganz Besonderes.
Das 28-seitige Booklet trägt ebenso zu dem positiven Gesamtbild bei.
Mit meiner neuen Arbeit kann ich jedenfalls zufrieden sein.

Bereits am Tag des Eintreffens ging die erste Ladung an die Vorbesteller raus.

Was gab es noch?
Das Anti-Kriegs (Dauer-) Projekt „Das Elektronische OHRakel“ ist um ein weiteres Modul gewachsen.
Dies wurde parallel produziert (ja, ich habe öfter mehrere Baustellen gleichzeitig).
Mein neuestes Klangkunst-Werk ist der 15-Minütige Film „Deserteur“.
Das audiovisuelle Projekt ist zwar komplett fertiggestellt, hier wird aktuell aber noch an einer alternativen Version mit mehr Elektronik gearbeitet.

Neuzugang im SynxsS-Studio ist der Soma Terra (Touch-) Synthesizer.
Es kommt ja nicht alle Tage vor, das ich so ein wunderschönes Instrument spielen darf.
Die Optik und das Handling ist sehr inspirierend und macht viel Freude.
Der Terra wird mich sicherlich noch sehr lange auf meinen musikalischen Reisen begleiten.

Es ist ein digitaler VA-Synthesizer mit einer sehr eigenen Konzeption, der über ein taktiles Touch-Interface gespielt wird.
Die Anordnung der berührungsempfindlichen Taster ist sehr ergonomisch.
Nettes Feature: ein internes Gyroskop reagiert auf Kipp- und Neigebewegungen
Er verfügt über 32 Syntheseformen, die von subtraktiv, additiv, FM und Physical Modelling reichen.
Macht sehr viel Spaß!

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Nein, das ist kein ARP 2600, sondern der großartige Macbeth Studio Sytems M5.

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