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          HAUPTMENÜ - ALIENS - PROJECT..

25 Jun 2018 12:02

SynxsS Studio News #322 -Immer schön Eins nach dem Anderen …

Die vergangenen zwei Wochen waren fast komplett für die Studioarbeiten an dem Projekt „Farben“ eingeplant.
Das zieht sich alles etwas in die Länge, da es dieses mal etwas aufwändiger wird.

„Farben“ wird das erste Konzertprogramm in dieser Form sein, welches für eine hexagonische Aufführung (diskrete 4+2 Quadrophonie) konzipiert wurde.
Dadurch bedingt müssen, statt der üblichen beiden Stereokanäle, zusätzlich auch die Sounddateien für die Kanäle drei bis sechs separat mit erstellt werden,
damit die gewünschte räumliche Wiedergabe überhaupt erst möglich wird.
Kurz gesagt, es ist die dreifache Arbeit.
Natürlich wird parallel dazu auch das zweikanalige Konzertprogramm erarbeitet, da man Hexagonie aus technischen Gründen nicht überall aufführen kann.
Das Album dazu wird natürlich auch nur als normale Stereo-CD produziert.

Bei den letzten Livekonzerten „Auditive Skulpturen“ wurden u. a. auch zwei Stücke aus „Farben“ präsentiert.
Da die Aufnahmen der Konzerte gelegentlich etwas übersteuert waren, wurden sie jetzt im Studio noch einmal neu eingespielt.
Das bedeutet natürlich, das alles wieder komplett aufgebaut und angeschlossen werden musste.

Auch für Farben im Einsatz: Der kleine Korg SQ-1 Sequenzer.

Der Einfachheit halber wurde der Track in einem Take auf 8 Spuren mit dem Zoom R-16 aufgenommen.
So kann man das dann später in der DAW am großen Pult bequemer abmischen.

Gleich zwei EMS Synthi Logik sind für das Projekt eingesetzt worden, beide angesteuert via Korg SQ-1.
Es wurde nur ein sehr einfaches Grundpatch verwendet.
Bei dem linken Synthi Logik wurde dann aber statt des Low-Pass Filter das High-Pass Filter verwendet.

Einer wurde direkt durch den Strymon Big Sky durchgeschliffen, der andere durch je zwei separate Monophaser und Spring-Reverbs.
Die Lücken, welche durch leichte Phasenauslöschungen entstanden, wurden so durch den anderen mit einer verhallten Sequenz wieder „aufgefüllt“.
Ein sehr interessanter Effekt.

Ein sorgfältiges Tuning der VCOs ist vor den Aufnahmen immer erforderlich.
Besonders die drei Oszillatoren von Doepfer sind nicht besonders stimmstabil und werden wohl irgendwann ersetzt.
Der Tausch des Standard VCOs gegen einen High-End VCO brachte jedenfalls keine große Verbesserung, ohne Tuning geht es nicht.

Hier bei der Aufnahme und Pre-Mix am Zoom R-16

Der große Korg Tuner (Pitchblack) ist unerlässlich für ein schnelles und sauberes Tuning.

Koma Field-Kit und Field-Kit FX machen zusammen eine gute Figur.
Wurden jetzt auch als Duo schon ein paar mal verwendet -wirklich klasse!

Das White-Rack (Medic Module) im Einsatz.
Ich mag das Konzept der beiden Analogue Solutions Sequenzer, denn damit geht schon Einiges.
Hier steuert der linke Sequenzer die Tonhöhe und der rechte das Filter.
Ach ja, schon aufgefallen? Andere Knöpfe im Moog Style sind dort jetzt auch montiert (von Doepfer)

Der Zoom R-16 bei der Arbeit.
Einfach und praktisch. Er ist wirklich ideal um einmal schnell und unproblematisch etwas aufzunehmen.
Speichert als WAV auf SD-Card -nach der Aufnahme rein in den Rechner und schon hat man seine Einzelspuren zum Bearbeiten in Cubase drin.
Besonders für ein mobiles Studio ist er ideal, er war sogar schon im Studio auf Schloss Kalich in Tschechien mit dabei.
Das Album „Transmitter 594kHz“ im Sendesaal des Hessischen Rundfunks wurden übrigens auch damit komplett produziert.

Neuzugang: Der kleine Erebus für das Eurorack.
Dafür muss dann wieder etwas umgebaut werden, aber das war sowieso geplant.

Bilder der Aufnahmen von den Gongs für das Intro von „Farben“

Während auf der Bühne eher die vier Kleinmembran Kondensator-Mikrofone (Behringer B5 mit Oktava MSP2 Kapseln) bevorzugt werden,
um unangenehme Störungen zu vermeiden, ist in einer Studioumgebung doch das Großmembran (Neumann TLM-49) wegen der höheren
Qualität klar vorzuziehen.
Das ungeschirmte Vovox Sonorus Mikrofonkabel bringt dabei noch etwas „Luftigkeit“ in die Aufnahme hinein -einfach perfekt.

Hier noch etwas Eurorack Gearporn …

Die Aufnahmen der Percussions sind nun auch soweit im Kasten, hier die Congas.

Zum Schluss:
Für spezielle Zwecke muss auch immer wieder spezielles Equipment genutzt werden.
Auch auf diesem Album wird daher wieder der klassische alte Minimoog zu hören sein.
Er ist und bleibt für viele Klänge seit fast 50 Jahren immer noch DIE Referenz.

1 Kommentar »

  1. […] Hier bitte weiterlesen … […]

    Pingback by SynxsS Studio News #322 -Immer schön Eins nach dem Anderen … | Bernd-Michael Land — 25 Jun 2018 12:14 @ 25 Jun 2018 12:14

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