close up der Woche #06/15 -Behringer Ultragain T1953

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Es gibt nicht viel Neues zu vermelden, denn ich hänge seit Wochen immer noch mindestens 6-8 Stunden täglich an dem Projekt „Das Lächeln der Bäume“ fest.
Die andere Zeit widme ich den grafischen Arbeiten für das neue THAU-Album „Elektra“, das ebenso in Kürze erscheinen wird. Hier habe ich musikalisch etwas Luft, da Zusammenstellung, Schnitte und Premaster von Frank Tischer in seinem Brücken*Ton-Studio in Fulda durchgeführt werden, ich muss mich dann nur noch um den Feinschliff, also das letzte Mastering kümmern.
Die Uhr rennt unaufhaltsam und dennoch geht die Arbeit recht langsam voran, bin immer noch mit dem Mixdown von vier Spuren auf zwei Stereospuren beschäftigt.
Ist ja gut, das ich nur 5-6 Stunden Schlaf benötige, aber täglich 15 Stunden stumpf vor dem Rechner hocken ist nervig, so langsam will ich mal wiede vor die Tür.

Mittlerweile sind fast 280 Minuten Musik vorbereitet, nächste Woche kommt vorraussichtlich das Zusammenschneiden und es wird festgelegt, welches Stück auf welche CD und an welche Position kommt.
Bei der Unmenge an Material ist es nun sicher, das es insgesamt vier CDs geben, denn selbst mit viel Quetschen, Schieben und Kürzen ist es leider nicht möglich, alle Stücke auf eine Trilogie zu packen.
Warum dauert das so lange?
Viele Klänge leben von der Position im Raum, weil sie wandern und das soll ja dann nicht in wilde Panningorgien enden.
Durchläuft beispielsweise ein Audiosignal im Konzert nacheinander die Lautsprecher 1-2-3-4-1-2-3-4… so soll es ja nicht 1-2-1-2-1-2-1-2… auf der CD klingen, sondern 1-1-2-2-1-1-2-2…
Nur so bleibt das gesamte Feeling erhalten, schließlich ist die Raumposition oft mit synchronisierten Modulationen verbunden.


In der vergangenen Woche wurde durchgängig an der Musik für „Das Lächeln der Bäume“ weitergearbeitet.
Der Fender-Rhodes-Sound aus dem Korg Micro-X, der Live in einem Stück zum Einsatz kam, wurde gestern im Studio auf dem Kronos neu eingespielt und dann ersetzt.
Da liegen klanglich tatsächlich Welten dazwischen.
Die Atmos im Hintergrund konnten soweit übernommen werden, da hier sogar eine 4-kanalige Aufnahme aus dem quadrophonischen Konzert vorgelegen hatte und die beiden Soundelemente auf jeweils zwei unabhängigen Stereospuren verteilt waren.

Es geht im Studio recht gut voran und wenn jetzt nichts mehr unvorhergesehenes dazwischen kommt, kann in ca. 14 Tagen mit dem Pre-Mastern begonnen werden.
Das Premastern und Mastern wird dann nochmals ca. eine Woche Zeit verschlingen.

Derzeit ist noch völlig ungewiss, welchen Umfang „Das Lächeln der Bäume“ am Ende haben wird.
Mit allen Kompositionen in voller Länge würde das Gesamtwerk eine Spielzeit von ca. vier Stunden haben, wobei bei den Konzerten bisher eigentlich nie alle Kompositionen in voller Länge dargeboten wurden.
Kürzt man die einzelnen Teile zu sehr, dann geht sehr viel von dem Flow verloren. Gerade bei einem Gesamtwerk sollte eigentlich kein Stück fehlen.
Ob es dann 2, 3 oder sogar 4 Alben werden, wird sich dann also bei der endgültigen Zusammenstellung der Songs zeigen.
Jedes einzelne Album steht gleichberechtigt als einzelnes Werk für sich, es wird also keinen Teil 1, Teil 2, usw. geben.
Die Booklets werden diesmal einfach und schlicht gehalten sein, erste Entwürfe sind gemacht.




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