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          HAUPTMENÜ - ALIENS - PROJECT..

22 Sep. 2008 11:36

Neulich, im Drive-In

Filed under: Aliens-Project,Fun Aliens-Project,Fun — Schlagwörter: — — Bernie @ 22 Sep. 2008 11:36

 
 

 

 

Da ich keinen Bock hatte, zuviel Zeit zu verlieren, fuhr ich in den Drive-In.

Die Gegensprechanlage ist einfach zu lustig. Ich bin sowieso überzeugt, dass

die Gegensprechanlage Gegensprechanlage heisst, weil sie völlig gegen das

Sprechen ausgelegt ist. Es beginnt mit einem „Hiere Bechelun hippe!“.

 

 

Obwohl ich kein Stammgast bin, weiss ich, dass sich die Stimme

(Männlich? Weiblich? Keine Ahnung?) am anderen Ende dieses

Dosentelefons soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat. Jetzt einfach

bestellen wäre mir zu langweilig. Also stelle ich zunächst eine Frage:

„Haben Sie etwas vom Huhn?´“

 

Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber

eindeutig mit „icken“ endet. Ich überlege kurz: Also doch weiblich?

Egal. Ich sage (mit viel Entrüstung in der Stimme): „Ich muss doch sehr

bitten. Sie sehen doch, dass ich Kinder im Auto habe, aber später vielleicht. Erst mal was essen.“

Etwas lauter tönt es zurück: „CHICKEN! Ich kann es mir nicht

verkneifen: „Ach so, nein, ich würde es eigentlich gleich mitnehmen.“

Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt die genervte Visage

des McKnecht vor. Als die Sprechpause bedrohlich lange wird, sage ich:

„Ach so, Sie meinen Chicken! Nein, lieber doch nicht. Haben Sie

vielleicht Presskuh in Röstbrötchen?“

„Hamburger?“ fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück.

 

Der Wahrheit entsprechend sage ich: „Nein, ich bin ein Frankfurter Bub. Aber

hat das denn einen Einfluss auf meine Bestellung?“

 

„Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?

 

„Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen. Oder nein, ich nehme

gleich zwei.“

 

„Schiess?“

 

„Ja,, stimmt, hatte ich letztes mal nach dem Essen hier, aber mittlerweile hat sich meine Darmflora schon wieder erholt. Geht also!“

Der arme Bulettensklave beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er kann ja nichts für den Job. Aber – ich ja auch nicht!“

 

„Ob Sie KÄÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?“

 

„Aber sicher. Ich nehme einen mittelalten Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu

dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen.“

 

Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher „klar doch“ oder

„Arschloch“ lautet, kann ich nicht exakt heraushören. Deutlicher jedoch

erklingt nun: „Was dazu?“

 

„Doch, ja. Ich hätte gerne diese gesalzenen fritierten Kartoffelstäbchen.“

 

„Sie meinen Pommes?“

 

„Von mir aus auch die.“

 

„Groß? Mittel? Klein?“

 

„Gemischt. Und zwar jeweils genau je zu einem Drittel große, mittlere

und kleine – oder nein, halt, die Hälfte grosse und der Rest nach ihrem Gutdünken.“

 

„WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?“

Diese wiederum sehr laut formulierte Frage verstehe ich klar und deutlich.

Diese Frage schreit geradezu nach einer ehrlichen Antwort.

„Falls das die Bedingung ist, hier endlich etwas zum Essen zu bekommen: Ja.

Also: Machen wir weiter?“

 

Die Stimme schnauft kurz und fragt: „Gut, gut. Etwas zu den Pommes?“

 

„Aber hallo, schon wieder vergessen? Zwei Hamburger für die Kids. Und

für mich bitte ein schönes Entrecote, blutig, und ein Glas 1996er

Spätburgunder, bitte.“

 

„ICH KOMM GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!“

(Also doch männlich)

 

„Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte nicht den Wein.“

 

„Schluß jetzt! Schalter zwei, macht 8 Euro.“

 

Schon vorbei? Gerade, als es anfängt, lustig zu werden (die

Auto-Schlange hinter uns wird immer länger). Aber ich habe noch ein As

im Ärmel. Ich bezahle mit einem 200-Euro-Schein.

„Tut mir leid, aber ich habs nicht größer.

 

Freundlich werde ich ausgekontert: „Kein Problem.“ Mit eiskaltem Blick

lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern.

 

Nicht mit mir, Freundchen! Dafür habe ich jetzt nicht so lange

geschuftet. Zeit fürs Finale: „Kann ich eine Quittung bekommen?“, frage

ich überfreundlich. „Ist ein Geschäftsessen.“

 

 

 

 

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