{"id":3693,"date":"2009-02-08T13:03:19","date_gmt":"2009-02-08T11:03:19","guid":{"rendered":"http:\/\/aliens-project.de\/blog\/?p=3693"},"modified":"2010-10-12T15:51:19","modified_gmt":"2010-10-12T13:51:19","slug":"rezension-behind-the-blue-room","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aliens-project.de\/blog\/2009\/02\/08\/rezension-behind-the-blue-room\/","title":{"rendered":"Rezension : Behind the blue Room"},"content":{"rendered":"<p>Grade eben habe ich noch eine Rezension aus dem Dezember entdeckt.<\/p>\n<p>Das Musikzirkus-Magazin ist f\u00fcr Freunde elektronischer Musik wirklich hoch interressant, jede Menge Infos, K\u00fcnstlervorstellungen, Rezensionen und Neues\u00a0kann man\u00a0hier finden. Ich\u00a0kannte die Seite bis gestern selber noch nicht\u00a0und bin sehr \u00fcberrascht. Ein Besuch lohnt sich!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"1\" src=\"https:\/\/aliens-project.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/1.gif\" alt=\"1\" width=\"670\" height=\"139\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"https:\/\/aliens-project.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/behind-cover1-300x300.jpg\" src=\"https:\/\/aliens-project.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/behind-cover1-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p><strong>Aliens Project\u00a0 Behind The Blue Room<br \/>\nElektro Kartell (2008)<br \/>\n<\/strong><strong>(16 St\u00fccke, 73:35 Minuten Spielzeit)<\/strong>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Der s\u00fcddeutsche Bernd-Michael Land nennt sich Aliens Project. Unter dieser Bezeichnung ver\u00f6ffentlicht er bereits seit 1974 seine elektronische Musik. &#8222;Behind The Blue Room&#8220; ist die mittlerweile achte CD. Zuvor brachte er f\u00fcnf Soloalben sowie zwei CDs zusammen mit Programmierte Welten heraus.<\/p>\n<p>Bl\u00e4ttert man im Booklet der aktuellen CD, dann finden sich dort viele Bilder, die unter anderem elektronisches Ger\u00e4t sowie ein Sammelsurium unterschiedlichster Motive zeigen. Dies, sowie Bilder von Bernd-Michael lassen bei mir sofort die Erinnerung an die einsamen Sch\u00e4tzen aus der Akte X-Serie (das Trio, das an Ufo\u2122s glaubt und Mulder oft mit ungew\u00f6hnlichen Ma\u00dfnahmen zur Seite steht) aufleben.<\/p>\n<p>In den 16 St\u00fccken geht es nicht gerade melodi\u00f6s zu, sondern die etwas experimentellen Kl\u00e4nge, mit teils spacigem Einschlag, stehen hier klar im Vordergrund. Lediglich an einigen Stellen kommen Melodien und \u00c4hnlichkeiten zu anderen Musikern wie beim vierten St\u00fcck &#8222;The Kingdom Come&#8220;, das Nuancen von Jean Michel Jarre enth\u00e4lt oder beim abschlie\u00dfenden &#8222;Flonk&#8220;, bei dem das Yellow Magic Orchestra Pate gestanden hat, auf. Vieles andere wirkt aber wie ein Soundtrack, da Stimmungen erzeugt und durch Samples unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst startet die CD aber mit &#8222;Battlefield Of Thronos&#8220; mit sanften Fl\u00e4chen recht spacig. Trotz des Titels wirkt dieses St\u00fcck eher auf mich, als sende eine Station pulsierende Signale ins All. Etwas irritiert haben mich dann doch die Ger\u00e4uschsamples von trabenden und wiehernden Pferden sowie einem Gewitter, da es meinem doch eher futuristischen Bild, das in mir aufkam, entgegensteht. Im zweiten St\u00fcck &#8222;Orbiter&#8220; flirrt und surrt es nur so, unterlegt von an- und abschwellenden Synthiefl\u00e4chen. Dieser Track ist darauf programmiert eine futuristische, teils irreale Stimmung zu erzeugen.<\/p>\n<p>Melodie und Harmonie kommen dann erstmals in &#8222;Snorff&#8220; auf und auch das folgende mit etwas knarrzigem Sound aufwartende &#8222;The Kingdome Come&#8220; hat eine Melodielinie vorzuweisen. Die eingesetzten Sounds erinnern dabei ein wenig an Jean Michel Jarre. Durch den Rhythmus und einiger Harmonien (klingt teils nach Mellotron) geht &#8222;Thai Connection&#8220; zwar gut ins Ohr, aber die Soundeffekte und eingestreuten Klangtupfer sorgen f\u00fcr eine ungew\u00f6hnliche etwas \u00fcberladene Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>&#8222;The Big Race&#8220; klingt sehr technisch. Die vorbeirauschenden Gef\u00e4hrte werden rein synthetisch erzeugt und das h\u00f6rt man auch. Teils meint man bei diesem kurzen Zwischenspiel, als drehe jemand an einem Funkger\u00e4t und die unterschiedlichen Frequenzen fliegen durch den Raum. So futuristisch geht es auf dem Album weiter. Mal kommen wieder sph\u00e4rische Synthiefl\u00e4chen zum Einsatz &#8222;Lost&#8220;, bei &#8222;Timeswitch&#8220; dann wird es futuristisch und technisch mit teils recht sterilen Kl\u00e4ngen die aber auch Rhythmen enthalten (&#8222;Jump Monkey Jump&#8220;, &#8222;Steps&#8220;) oder es kommen recht experimentelle Soundcollagen zum Einsatz, die aber recht gut ins Ohr gehen (&#8222;Countdown&#8220;). Und &#8222;Highlander&#8220; bietet sehr sch\u00f6ne Harmonien, die an einigen Stellen mit Kl\u00e4ngen versetzt sind, die mich an elektronische Harfen erinnern. Ein recht funkiger Elektroniktitel ist &#8222;The Eagle Has Landed&#8220;. Und im zweiten Teil vom Abschlusstitel &#8222;Flonk&#8220; scheint sich Aliens Project von dem Yellow Magic Orchestra inspiriert haben zu lassen.<\/p>\n<p>&#8222;Behind The Blue Room&#8220; ist Elektronikmusik jenseits der ausgetretenen Pfade. Aliens Project liefert den Soundtrack f\u00fcr die Alien Jagd mit technischem Ger\u00e4t. Das Ganze wirkt auf mich wie ein Soundtrack. Mal kommen Harmonien oder sogar Melodielinien zum Einsatz, dann wird es sehr spacig mit weiten Fl\u00e4chen um im n\u00e4chsten Moment in einen experimentellen Klangkosmos abzudriften.<\/p>\n<p>Eine sehr interessante Scheibe, die allen ans Herz gelegt werden kann, die \u00fcber den Tellerrand blicken k\u00f6nnen, denn songorientiertes Material oder &#8222;Berliner Schule&#8220; sucht man hier vergebens.<\/p>\n<p><strong><em>Stephan Schelle, Dezember 2008<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/aliens-project.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/behind-cover1-300x300.jpg\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grade eben habe ich noch eine Rezension aus dem Dezember entdeckt. Das Musikzirkus-Magazin ist f\u00fcr Freunde elektronischer Musik wirklich hoch interressant, jede Menge Infos, K\u00fcnstlervorstellungen, Rezensionen und Neues\u00a0kann man\u00a0hier finden. 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