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          HAUPTMENÜ - ALIENS - PROJECT..

18 Nov 2017 17:07

SynxsS Studio News #304 -Manchmal kommt alles auf einmal!

Oft gibt es kaum etwas Neues zu berichten, da arbeitet man wochenlang nur am PC, mischt und mastert oder schnibbelt Sounds.
Und dann gibt es wieder solche Tage, da kommt einfach alles zusammen.
Aber der Reihe nach.

Es konnte wieder neuer Track fertig gestellt werden, welcher dann im Frühjahr 2018 auf einer Compilation erscheinen wird.
Mehr dazu darf ich aber heute noch nicht verraten.
Das Stück „Fly By Cephei“ beschreibt eine Reise zu einem der größten bekannten Sterne in unserer Milchstraße.
Der Riesenstern Cephei hat ca. den 1.800-fachen Durchmesser der Sonne und strahlt ein Vielfaches heller.

Weitere News aus dem Studio.
Anfang letzter Woche wurde mit den ersten Aufnahmen für das neue Projekt „Farben“ begonnen.
Da ich parallel auch noch an dem Projekt „Slowing World“ und Sounds für „Bernies Gong Cave“ arbeite, wird hier ständig irgendetwas umgeräumt und umgebaut. Für die verschiedenen Abläufe in den Projekten, ist daher auch unterschiedliches Equipment im Einsatz.


Hier ein Blick auf das „White Case“ mit den beiden Analog Solutions Sequenzern aus der Medic Modules Serie.
Von hier aus wurde der Korg Odyssey (Neuzugang) via CV/Gate angespielt, was absolut perfekt funktioniert.

Der kompakte Korg/ Arp Odyssey Desktop wird hier weitgehend die alten ehemaligen Vintage ARPs ersetzen können, denn Odyssey, Solus und Axxe sind ja allesamt nach und nach aus Platzgründen verkauft worden. Ein wirklich schicker Synthesizer

Das Bild entstand am 10.11.2017 -Feierabend, die Geräte waren auch schon ausgeschaltet.

Wusel, wusel, wusel.
Manchmal frage ich mich, warum am Ende eines ausgiebigen Studiotages, doch so wenig musikalischer Output zu schaffen war.
Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Woche zeigt aber sehr anschaulich, womit man manchmal so seinen Tag verplempert.

Montag, der 13.11.
Dabei sind es dann oft diese technischen Kleinigkeiten, die einen so vom normalen Arbeiten immer wieder abhalten.
Ein Beispiel ist dieses Headset des wunderbaren Roland VP-770 Vocoders.
Ich verstehe nicht, wie man ein Produkt so bekloppt konstruieren konnte, denn jedes mal verknoten sich meine Haare in diesen Kabelklammern auf dem Bügel.
Es ist nach ein paar Minuten kaum noch möglich, das Headset wieder abzunehmen, ohne das man gezwungen wird, sich ein ganzes Haarbüschel auszureissen.
Anscheinend gibt es nur Glatzköpfe oder kurzgeschorene Mitarbeiter unter den japanischen Konstrukteuren.
Nach zwei Jahren des ständigen Ärgers, war das Umwickeln mit einer Plastikfolie meine einzige Notlösung.
Das schaut zwar jetzt ziemlich blöde aus, aber es erfüllt seinen Zweck.

Voices.
Sämtliche vorgeplanten Aufgaben für „Farben“ und „Slowing World“ mit dem Roland VP-770 Vocoder sowie dem Boss VP-1 erledigt worden. Alle Aufnahmen sind durchgeführt und liegen fertig bearbeitet zur weiteren Verwendung in der DAW.

Dienstag, der 14.11.
Viele Projekte bedeuten auch viele Dokumentationen.
Wenn man sich nicht alles gleich auf einem Zettel notiert, ist es am nächsten Tag schon wieder vergessen.
Man könnte das zwar auch im Rechner als Textdatei abspeichern, aber der PC ist ja nicht immer eingeschaltet, und da finde ich die altmodische Methode praktischer.
So ein Blatt Papier lässt sich auch schnell mal ans andere Ende des Studios tragen, um beispielsweise die Noten in einen Sequenzer des Modularsystems einzugeben..
Ich könnte den Zettelwust vielleicht etwas aussortieren, aber ich möchte ja alles stets griffbereit haben.

Neue Aufnahmen durchgeführt.
Wollte für einen neuen Track unbedingt einen fetten analogen moogigen Bass verwenden und dafür bietet sich der Oberheim OB-Mx ja geradezu an.
Der Mx hat auch ein 24dB Transistor-Ladder Filter mit an Bord, das klanglich doch verdammt nahe an einen Moog herankommt -perfekt.
Warum jedoch von den insgesamt 64 Midiports ausgerechnet dieser eine Port #7, an dem der OB-Mx angeschlossen ist, nicht mehr angezeigt wird, konnte ich auf die Schnelle nicht mehr checken. Midikabel wechseln war mir zu kompliziert, denn dafür hätte ich die Kiste aus dem Rack herausschrauben müssen, weil ich nicht an die Anschlüsse herankomme.
Keine Zeit, keine Zeit …

Aber egal, man lebt im Luxus und hat ja alles!
Zacki, einfach den Macbeth M3X angeschaltet, denn auch dieser kann Moog, auch verdammt gut sogar.
Aber was ist das, denn auch der M3X bekommt kein Midi Signal, obwohl diesmal in dem Midex und dem Roland Midi Signal-Indikator MKS-900 (schön, wenn man vier davon hat) alles brav blinkt.
Ich hab wieder alles Mögliche ausprobiert und umkonfiguriert, bis ich mir dachte, komm, stecke einfach mal ein anderes Midikabel rein.
Tja und als ich den Midi-Stecker herausgezogen hatte, hing die halbe Buchse mit dran und alle Kabel waren ab.

Da kann ich natürlich lange herumprobieren.
Das ist wahrscheinlich ein Tribut ans alte Studio, wo rückseitig kein Platz war und jahrelang der Midistecker abgeknickt mit Druck auf die Buchse …
Gerät demontiert und so schaute das dann aus:

Jetzt war die Kiste schon aus dem Rack, also rein damit in einen Karton, hinten aufs Fahrrad geschnallt und ab zur Reparatur zum Musikalienhändler meines Vertrauens gefahren.
Das war ja keine große Entfernung, aber danach noch zwei Stündchen am Rechner gearbeitet und mit dem Kronos die Sequenz schon mal als Midinoten eingespielt -dieser Tag war also auch rum.

Mittwoch, der 15.11.
Der Hartmann Neuron wurde „freigeschaufelt“ damit man die neuen Parts einspielen kann.

Dieser Monat hat es irgendwie in sich, denn so ziemlich alles was ich an Equipment gerade in die Hand nehme, geht gleich kaputt.
Am Mittwoch starb mir dann der Hartmann Neuron.
Bis zum Mittwoch Vormittag funktionierte noch alles prächtig und ich hatte auch einen Teil der Aufnahmen bereits fertig im Kasten.

Später, beim Wechsel des Sounds, hat er ewig lange geladen, lieferte nur noch eine reduzierte Stimmenanzahl, bis er sich komplett aufgenagelt hatte.
Nach mehrere Versuchen habe ich es aufgegeben, er hängt sich ständig auf und steckt im Initialisierungsmode fest -schrabbel, schrabbel, schrabbel.

Entweder ist mal wieder die Festplatte gestorben, das ist ja nun schon meine Zweite, oder, was wahrscheinlicher scheint, ist eine leere Speicherbatterie auf dem Motherboard.
Immerhin hat der Neuron bereits 15 Jährchen auf dem Buckel, da kann auch mal eine Batterie sterben.
Brauche jetzt einen Techniker, der sich mit alten Rechnern auskennt und das fixen könnte.
Im Neuron werkelt ein Linux-PC, das kann ja so kompliziert nicht sein (ich kann das aber trotzdem nicht selber machen).

Ich liebe diesen Synthesizer sehr, liefert er mir doch, neben dem Haken Continuum, diesen speziellen Sound, den meine Produktionen zum Teil ausmachen.

Donnerstag, der 16.11.
Schon morgens im Studio aktiv und fleißig Musik produziert.
Die Spur 3 sollte ein schöner warmer Bass füllen, was der Kronos wirklich gut liefern kann.
Hatte dann aber überlegt, den Frettless aus dem Kurzweil K-2500 zu nehmen, denn dieser ist so schön smoothy und noch einen Ticken „öliger“ -also genau, der sollte es sein.
Da mein Kurzer schon seit Monaten nach neuen Speicherbatterien schreit, wollte ich diese „mal eben“ vorher noch austauschen.

Schon alleine den Kasten aus dem Rack zu operieren, war ein größerer Akt.
Genau an dieser Stelle ist das Rack um 45° abgewinkelt und dazu musste die darunter montierte Patchbay ebenso gelöst werden -pffffft.
Warum gestaltet sich das nur immer so schwierig?

Nun denn, nach dem ich die Kiste dann ausgebaut, auf die Werkbank gelegt und den Deckel demontiert hatte, konnte ich nirgendwo Batterien entdecken.
Beim genaueren Hinschauen konnte ich jedoch unten im Gehäuse ein schwarzes Röhrchen erkennen und stellte fest, das sich hinten ein Schraubdeckel befindet.
Das Fach für die drei Batterien ist gefunden -na super.
Habe zwar überall gelesen, welcher Batterietyp (AA) dort hineingehört und das der Wechsel sehr einfach ist, hatte aber nirgendwo ein Bild, wo man das erkennen kann, das diese Schraube keine Sicherung ist.
Bin ja kein Hellseher.
Tja, die Arbeit hätte ich mir vielleicht sogar ersparen können, denn das war jetzt wirklich sehr easy und hätte mit etwas Glück im eingebauten Zustand im Rack erfolgen können.
Nachher ist man immer schlauer.

Jetzt ist alles wieder fein im Rack verschraubt, die Battery Low Anzeige ist erloschen, alle Sounds werden brav angezeigt.
Soweit wäre auch alles prima, wenn, tja wenn …
Leider erzeugt Kurzweil jetzt keinen anständigen Ton mehr, es kommt nur noch ein leises Gebrizzel aus dem Audioausgang.
Die Anschlüsse sind alle richtig verkabelt, die Batterien sind korrekt eingesetzt, hier hat er sich anscheinend nicht mehr richtig initialisiert.
Ein Full Reset soll dafür sorgen, das er wieder richtig eingesetzt werden kann -wäre schön.

Dann wurde noch mein „neues“ gebraucht gekauftes iPad-3 geliefert, welches ich zum Ansteuern des Haken Continuum Fingerboard verwenden möchte.
Leider konnte ich das alte Einser Pad nicht dafür einsetzen, da die entsprechende App erst ab dem OS V8.0 werkelt.
Also noch eben die „Spring“-App dafür heruntergeladen, iPad in die Docking-Station, Continuum klar gemacht und aufgebaut, Midi angeschlossen -alles funzt.

Wenigstens das hat gut geklappt, prima.
Die restlichen paar Stunden verbrachte ich wieder an der DAW und habe noch einige Sounds bearbeitet.

Freitag, der 17.11.
Mein Vormittag war zum Teil mit kleinen Hausarbeiten gefüllt, Gardinenstangen für die neuen Vorhänge andübeln, da war ich nicht den ganzen Tag an der Musik dran.
Danach war noch etwas Büroarbeit fällig, für Studio blieb da nicht besonders viel Zeit.
Nachmittags habe ich noch den Macbeth M3X wieder aus der Reparatur geholt und zurück ins Rack geschraubt.
Die Midibuchse ist getauscht, für die komplette Reparatur hab ich nur € 42,00 bezahlen müssen.
Sehr fairer Preis, da kann man jetzt nicht meckern.

Da der M3X jetzt wieder schnurrt, kann ich am Montag auch die neue Sequenz fertig bearbeiten.
Es geht voran.

So, der Kurze mag einfach nicht mehr.
Trotz mehrfachen Versuchen, das System mit einem Full-Reset wieder zum Starten zu bewegen, streikt er immer noch.
Am Montag werde ich ein komplettes OS neu drüber bügeln, vielleicht hilft das weiter.
Also geht mir auch hier wieder einiges an Produktionszeit flöten.
Wenn die Technik nicht mag …

1 Kommentar »

  1. […] News aus dem Studio gibt es einige, bitte hier weiterlesen. […]

    Pingback by SynxsS Studio News #304 -Manchmal kommt alles auf einmal! | Bernd-Michael Land — 19 Nov 2017 00:07 @ 19 Nov 2017 00:07

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